Nachhaltiger Leben

12 Tipps zur schnellen Umsetzung

Gerne wird im Zusammenhang mit dem Begriff Nachhaltigkeit ein Leben ganz ohne Plastik und vollständige Müllvermeidung (Zero-Waste) verbunden und somit schnell wieder von dem Gedanken ein nachhaltigeres Leben zu führen, Abstand genommen. Diese extreme Form des nachhaltigen Lebens ist nur mit einer vollständigen Umstellung des eigenen Lebens machbar und schreckt viele ab. Für ein nachhaltigeres Leben musst du aber nicht zwangsläufig dein ganzes Leben umkrempeln. Mit bereits kleinen Veränderungen kannst du auf Dauer einen großen Beitrag für die Umwelt aber auch für dich selbst und deine Gesundheit leisten.

 

Wir möchten dir mit unseren 12 Tipps zur schnellen Umsetzung eines nachhaltigeren Lebens, zeigen, wie du mit kleinen Schritten bereits viel bewegen kannst und somit einen Einstieg in die Bereiche Plastikreduzierung und Müllreduzierung erreichen kannst. Du wirst sehen, dass die Umsetzung dieser Tipps sehr einfach ist und auch Spaß machen kann. Wer weiß, vielleicht motivieren dich diese Tipps auch dazu, weitere Bereiche deines Lebens für mehr Nachhaltigkeit zu verändern. Weitere und detaillierte Tipps und Tricks findest du in unserem Ratgeber.

1) Regional und Saisonal auf dem Wochenmarkt einkaufen

Wochenmarkt

Meist am Samstag, aber auch oft an anderen Wochentagen gibt es in größeren Dörfern sowie Städten Wochenmärkte, auf denen du frisches Obst, Gemüse, aber auch Fleisch, Wurst, Käse und Brot kaufen kannst. Auf dem Wochenmarkt kannst du einen Großteil deines Wocheneinkaufs direkt erledigen und erhältst frische regionale Ware mit einer top Öko-Bilanz direkt vom Bauern bzw. Bäcker / Metzger. Wenn du mit einem großen Korb* und ein paar Aufbewahrungsdosen* auf den Wochenmarkt gehst, kannst du auch auf jegliches Plastik in Form von Tüten etc. verzichten. Wider Erwarten ist der Einkauf auf dem Wochenmarkt auch nicht teurer als im örtlichen Supermarkt. 

2) Verzicht auf Plastikflaschen

Glasflasche

Plastikflaschen verursachen bekanntlich erheblichen Plastikmüll. Zudem können durch die Verwendung dieser Flaschen aufgrund der Wichmacher, Mikroplastik in unseren Organismus gelangt. Verzichte daher lieber auf Plastikflaschen und verwende Getränke aus Glasflaschen. Statt Mineralwasser-Flaschen und -Kisten zu schleppen kannst du auch einfach Leitungswasser trinken, das in Deutschland übrigens sehr viele Nährstoffe enthält, sauber ist und immer zur Verfügung steht. Mit tollen Edelstahl-Trinkflaschen* kannst du das frische Wasser aus dem Hahn auch überall hin mitnehmen.

3) Seifen am Stück statt Seifenspender verwenden

Seife

Sie sind praktisch, hygienisch, verschmutzen nicht das Bad / WC und sind sehr beliebt - Handseifen. Herkömmliche Seifenspender findet man in fast jedem Haushalt. Allerdings verursachen sie auch viel Plastikmüll, der nicht sein muss. Die gute alte Handseife* ist deshalb wieder voll im Kommen. Auch wenn es etwas angestaubt wirken mag, sind Handseifen nicht schlechter als Seifenspender. Außerdem punkten sie mit einer weit längeren Verwendungsdauer. Durch die reinigende Wirkung von Seife sind sie schlussendlich sogar hygienischer als Seifenspender, da Keime auch gerne am Plastik von Seifenspender überleben. Mit modernen und stylischen Seifenschalen* macht die Handseife im Bad oder WC auch optisch mehr her als der Plastik-Seifenspender.

4) dUSCH-SEIFEN UND sHAMPOO bAR VERWENDEN

Seife

Aktuell voll im Trend und zudem noch gut für die Umwelt und dich, sind Duschseifen* sowie Shampoo Bar* (Shampoo-Seife für die Haare). Durch die Verwendung sparst du auf Dauer massig Plastik-Flaschen an Müll ein, zudem sind die Seifen wird den Seifen nichts chemisches hinzugesetzt. Dein Körper und deine Haare werden dir den Umstieg nach einiger Zeit auch danken. Denke immer daran, was dich berührt, wird ein Teil von dir. Damit die Seifen nicht immer wieder aus der Hand gleiten kannst du ein Seifensäckchen*  verwenden, das zudem noch einen Peeling-Effekt mit sich bringt.

5) Reduzierung von (Plastik-) Müll beim Einkaufen

Chips in Plastikverpackung

Achte beim Kauf von Lebensmitteln darauf, ob es nicht auch Alternativen ohne Plastikverpackungen gibt. Stell dir selbst die Frage, ob es das abgepackte Fleisch aus der SB-Theke, den Joghurt-Becher oder das in Plastik verpackte Obst und Gemüse sein muss. Es gibt vielfach Alternativen ohne Verpackung oder in Gläser bzw. Karton verpacktes. Auch wiederverwendbare Milchflaschen statt Milch in beschichteten Kartons hilft dabei, unnötigen Müll zu vermeiden. Weitere Tipps und Tricks findest du in unserem Ratgeber Bewusst Einkaufen.

6) "Keine Werbung" auf den Briefkasten kleben

Keine Werbung

Klebe einen Hinweis an deinen Briefkasten, dass du keine Werbung mehr erhalten möchtest. Hierdurch reduzierst du aufs Jahr gesehen ordentlich Papiermüll. Wenn viele Haushalte auf Werbung verzichten sinken auch entsprechend die Drucke. Ohne Werbung kommst du auch nicht in Versuchung unnötige Produkte zu kaufen, die du vielleicht gar nicht wirklich brauchst. Bis zu fünf Aufkleber von "Bitte keine Werbung einwerfen! Save our planet" kannst du übrigens hier ganz unten auf der Seite kostenlos bestellen (Stand 04/2019).

7) Kaufe und verkaufe gebrauchte Sachen

Flohmarkt

Egal ob Bücher, Geschirr oder funktionstüchtiges Spielzeug, das und noch viel mehr muss nicht zwangsläufig auf dem Müll landen, wenn man es nicht mehr braucht. Auch aussortierte Plastikgegenstände aus deinem Haushalt kannst du auf Flohmärkten oder über Kleinanzeigen verkaufen oder auch verschenken. Das Gleiche gilt auch für den Kauf diverser Gegenstände oder auch Kleidung. Wir haben beispielsweise sehr viel plastikfreies Zubehör für die Küche sehr günstig auf Flohmärkten abgestaubt.  Probiere es einfach mal aus. 

8) Mehr Qualität statt Quantität

Qualität

Das alt bekannte Sprichwort Qualität geht über Quantität ist heute wichtiger denn je. Die Werbung zeigt uns immer wieder aufs Neue, dass "Geiz geil ist" und sämtliche Anbieter versuchen sich zu unterbieten. Was dabei aber auf der Strecke bleibt, ist die Qualität und der nachhaltige Gedanke. Wer günstig verkaufen möchte, muss auch günstig produzieren und da bieten sich ein Materialen wie Plastik optimal an. Schlussendlich ist die Lebensdauer sehr günstiger Produkte dann aber auch meist recht kurz und der Gegenstand landet schnell auf dem Müll. Qualitativ hochwertige Ware dagegen hält länger und muss nicht so oft ausgetauscht werden, was dazu führt, dass weniger Müll produziert wird. Gute, hochwertige Produkte müssen auch nicht immer teuer sein. Schau dich einfach nach Angeboten* um, hier findest du immer wieder hochwertige Produkte zu erschwinglichen Preisen.

9) Lebensmittel nachwachsen lassen - Regrow

Regrow

Lebensmittel nachwachsen lassen? Das geht.  Und zwar ziemlich einfach. Du brauchst hierfür auch keinen grünen Daumen. Verschiedene Lebensmittel wie Kräuter, Salate, Kartoffeln oder auch Zwiebeln, lassen sich ohne großen Aufwand nachproduzieren. So hast du Zuhause immer wieder frische, selbst gezüchtete Lebensmittel, die du verwenden und dann erneut nachwachsen lassen kannst. Wie das geht kannst du in unserem Ratgeber Regrow - Lebensmittel nachwachsen lassen nachlesen.

10) Gegenstände im Haushalt austauschen

Holzbesteck

Ob du einen direkten Austausch vornimmst oder die Gegenstände erst dann ersetzt, wenn sie kaputt gehen und dann zwangsläufig ausgetauscht werden müssen, bleibt dir überlassen. Achte bei der Neuanschaffung von Haushaltsgegenständen aber darauf, dass diese nicht aus Plastik sind. Es gibt mittlerweile wunderbare nachhaltige Produkte aus Holz, Metall, Glas und vielen weiteren Stoffen, die entweder wiederverwertbar oder vollständig biologisch abbaubar sind. Wir haben dir tolle Alternativen bei unseren Grün Denker Produkten zusammengestellt. Stöbern erwünscht.

11) Grünen Strom verwenden und sparen

Glühbirne im Gras

Eigentlich ist es ganz einfach grünen Strom, bzw. Naturstrom zu verwenden. Es muss auch nicht zwangsläufig teurer sein, vielleicht kannst du bei der Umstellung auch Geld sparen. Ebenso kannst du bei der Anschaffung von Elektrogeräten mit guter Energieklasse oder dem Tausch von Glühbirnen zu LED-Lampen und die Verwendung von Steckerleisten mit Kippschaltern, zur Vermeidung des Standby-Modus, deinen Stromverbrauch deutlich senken. Wie du das am Besten umsetzen kannst und was es dir bringt, erfährst du in unserem Ratgeber zu diesem Thema.

12) Das Auto einfach mal stehen lassen

Fahrrad fahren

Ein Auto kann sehr nützlich sein und bringt dich schnell von A nach B. Es verursacht aber auch Probleme für die Umwelt, sei es durch Abgase oder auch Verschleiß der Bremsen oder Abrieb der Reifen. Darum kannst du nachhaltiger agieren, wenn du einfach ab und zu dein Auto stehen lässt. Für kürzere Strecken bietet sich das Fahrrad an oder du gehst die Strecke einfach zu Fuß. Das ist gesund und belastet die Umwelt nicht. Längere Strecken können, sofern es das Streckennetz hergibt, auch mit dem Bus oder dem Zug einfach bewältigt werden.

Finde weitere spannende Tipps und Tricks in unserem Ratgeber